Der Niederbarnimer Kulturbund Bernau e. V.
Niederbarnimer Kulturbund Bernau e. V.
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Das war 2013 

Hin zur Geschichte und Kultur

Mit Onkel Bräsig durch die Mecklenburger Schweiz (April)

hieß unsere erste Fahrt in den Frühling. Unser Ziel war Stavenhagen. Die Reuterstadt verdankt Ihre Popularität ohne Zweifel ihrem berühmten Sohn Fritz Reuter, dem bedeutendsten Schriftsteller niederdeutscher Sprache, der hier im Jahre 1810 geboren wurde. Wir besichtigten das Fritz- Reuter- Literaturmuseum  und erlebten in ihm eine heiter- besinnliche Lesestunde in Hoch- und Plattdeutsch.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Natur. Wir besuchten die tausendjährigen Eichen von Ivenack, das Wildgehege und die Ausstellung im Barockpavillon.

 

Die Niederlausitz und das Lausitzer Heideland

Viel Sehenswertes gab es in Cottbus (22. Juni). Nach einer Rundfahrt mit dem Bus begleitet vom Cottbuser Postkutscher - der heute mal nicht den Postkutschkasten putzt - erkundeten wir mit ihm auch per Fuß seine Lieblingsplätze.

Nach einer kurzen Fahrt drang Rosenduft in unsere Nasen; denn wir waren in der Rosenstadt Forst. Der "Ostdeutsche Rosengarten" erwartete uns zu seinem 100-jährigen Jubiläum und zur Deutschen Rosenschau 2013. Sie waren begeistert von der Pracht von Millionen Blüten der 900 Rosensorten, von der Göttin Flora am Rosenbrunnen, der wunderschönen Amphore, den Wasserspielen und... und... und...

Salzwedel – Klein- Venedig des Nordens (14. Juli)

wird die malerische Hansestadt auch genannt. Zahllose Brücken über Kanäle und die Flüsschen Jeeze und Dumme queren die Altstadt. Wuchtige Stadttore und die weitgehend erhaltene Stadtmauer, prachtvolle Fachwerkhäuser präsentieren den Reichtum der Stadt im Mittelalter. Die spätere Ehefrau von Karl Marx wurde hier geboren und auch Turnvater Jahn lebte einige Zeit in Salzwedel. Eine Spezialität der Stadt ist der Salzwedeler Baumkuchen, dessen Herstellung wir uns anschauten und ihn probieren konnten. Am späten Nachmittag bildete eine Fahrt mit einem Schaufelraddampfer auf dem Ahrendsee den Abschluss eines schönen Tages.

5 Tage im Zauberwald

wo Luchs, Bär, Hirsch und Reh zu Hause sind

 

Einzigartig ist der Nationalpark Bayerischer Wald (15. - 19. August). Mittendrin unser Domizil der Landgasthof "Tannenhof", der uns mit seinem Komfort verwöhnte.

Ausflüge zum Nationalparkhaus sowie ins Freigehege, in eine Glasbläsrei und eine Bärwurzerei und als ganz besonderes Highlight ein Ausflug in die Welterbestadt Ceske Krumlov standen auf dem Programm.

 

Zur Hengstparade nach Neustadt/ Dosse

 

 

 

 

 

 

 

 


zu fahren (14. September), haben sich viele gewünscht. Aber vorher wollten wir im Gestüt erfahren, warum das Landgestüt Brandenburgs so bedeutsam ist. Aber dann donnerten die Römerwagen und die "Ungarische Post" durch die Arena. Als mit rassigen Pferden die Dressuren vorgeführt wurden, dann kam bestimmt auch bei Ihnen das berühmte "Gänsehautgefühl".

 

Halle- Die größte Stadt Sachsen- Anhalts

ist auch zur Weihnachtszeit (01. Dezember/ 1. Advent) einen Besuch wert. Das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt - die fünf Zinnen von Marktkirche und Rotem Turm - angestrahlt von weihnachtlichem Licht werden begrüßten uns. Musik erklang - auch vom größten Sohne der Stadt - Georg Friedrich Händel, dem wir unsere Referenz erwiesen. Wir sahen, wie die Hallorenkugeln hergestellt werden und durften im Galerie- Café hauseigene Produkte genießen.

Unterhaltsames zur Kaffeezeit

"Viel Glück im neuen Jahr" - Gedichte, Geschichten und Anekdoten zum Jahreswechsel und zum Winter

Das alte Jahr ist um, wie wird das neue werden? Einen besinnlichen Rückblick auf das vergangene und einen heiteren Ausblick auf das neue Jahr gewährten uns Goethe, Schiller, Fontane, Morgenstern, Busch, Heine u. a. Das Ehepaar Rosa und Jonathan Tennenbaum bot Ihnen im Januar mit diesem Programm den richtigen Auftakt für das neue Veranstaltungsjahr.

 

"Kindheit in Berlin"

Sie erlebten im Februar ein Programm voll spielerischer Leichtigkeit des Kindes und dem Wissen und der Erfahrung des Erwachsenen. Mit Martha Pfaffeneder, Gesang, Texte und Jens- Karsten Stoll, Klavier, Texte konnten Sie eintauchen in Erinnerungen und sich zwischen Straße und Hinterhof im Berlin von 1900 bis 1960 durch Bilder, Melodien und Worte berühren lassen.

"Farben des Frühlings"

Bei Frühlingsliedern von Schubert, Mozart, Schumann, Mendelssohn, Grieg u. a., Chopins romantischen Klavierstücken sowie Frühlingsgedichten z. B. von Fontane, Uhland und Kästner wurden im März mit dem

  • facettenreichen Sopran von Sonja Walter und

  • der gefühlvollen Begleitung von Philine Kanter am Klavier

garantiert Ihre Frühlingsgefühle wach.

Schlesien“

Im April begrüßten wir wieder einmal

  • Nina und Thomas W. Mücke

mit ihrer interessanten Dia-Ton-Show bei uns. Als studierter Opern- und Chanson-Sänger ist Thomas W. Mücke der Bühne treu geblieben, nur die Art seiner Darbietung hat sich geändert. Seit mehr als 20 Jahren hat er sich dem Medium Diapräsentation mit allen Sinnen und dem Verstand verschrieben und beherrscht es meisterhaft. Ohne seine Frau Nina, die trotz ihrer Aufgaben als Mutter und Hausfrau immer seine Weggefährtin und Technikerin ist, liefe einfach gar nichts. Bei dieser Dia-Ton-Show begleiteten wir die beiden nach Görlitz, St.Annaberg, Bunzlau, Lamsdorf, Lubowitz, nach Oberschlesien, ins Riesengebirge zu Rübezahl, zu Fürst Pückler und der Wirkungsstätte Gerhart Hauptmanns. Auch Sie waren wieder begeistert.  

 

"Mozart auf der Reise nach Prag“

Wer die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart liebt und dazu noch Literatur - speziell von Eduard Mörike mag - für den gab es an diesem Nachmittag im Mai ein ganz besonderes Erlebnis: Ein Konzert mit Lesung – gespielt auf Bassettklarinette und Blockflöten von der hervorragenden Musikerin

Susanne Ehrhardt

Aus der Erzählung von Eduard Mörike „Mozart auf der Reise nach Prag“ las für Sie

Eberhard Görner.

Eduard Mörike hat ein winziges Stück der Lebensreise des Komponisten in seiner Novelle mit literarischem Feingefühl und in einem Geist der Verehrung für den genialen Musiker beschrieben. In diesem letzten Prosawerk Mörikes aus dem Jahre 1855 scheinen Mozarts Musik zu erklingen und zugleich heitere und ernste Motive aus seinem bewegten Leben.

 

"Die Märker und die Berliner“

- Klug auf der Hut und immer voll Mut -


Ein vergnügliches Playdoyer für die Berliner und Brandenburger erlebten Sie an diesem Nachmittag im Juni.

Die zurückhaltende unpathetische Sprache des Schauspielers

Wilfried Pucher,

der das Programm mit Gedichten, Reisebeschreibungen, Briefen und Feuilletons

Theodor Fontanes 

gestaltete, entsprach ganz dem lebendigen und  phantasievollen Stil des Dichters. Auch Humorvolles aus Fontanes Berliner Zeit war zu hören.

"Im Feuerstrom der Reben"

Mit musikalischem Schwung spazierte der Pianist

Andreas Wolter 

durch Walzer und Swingmelodien und die  charmante Sängerin

Jeanette Rasenberger

verführte Sie mit Liedern wie "Ein Gläschen Wein und du", "Gib Acht auf den Jahrgang" oder "Zwei rote Rosen, ein zarter Kuss". Da berauschte das "Schwipslied" oder das "Trinkfinale" aus "Die Fledermaus" - und wenn Sie Ihre "Sorgen in ein Gläschen Wein" geschüttet hatten, ließen wir den Septembernachmittag gemütlich ausklingen mit "Die ganze Welt ist himmelblau" oder "Unter einem Regenschirm am Abend".

"Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah..."

- Gedichte - Geschichten - Begebenheiten -

Die sympatische Berliner Schauspielerin

Kerstin Reimann

tritt seit einigen Jahren mit Lesungen, die sie "lebenswert - Lesungen" nennt, auf. Zu diesen gehört auch dieses Programm mit dem sie gewiss auch Sie im Oktober begeisterte. Mit viel Herzlichkeit trug sie (Herbst-) Gedichte von Rilke bis Ringelnatz vor. Sie brachte Sie zum Staunen - Schmunzeln - Erinnern.

"Willst du dein Herz mir schenken..."

An diesem Novembernachmittag erlebten Sie ein Kabinettspiel über die Zeitzerin und zweite Ehefrau Johann Sebastian Bachs - Anna Magdalena Bach mit dem

Ensemble Kolorit

aus Zeitz.

Kleine Episoden der Eheleute wurden von

Rotraud Denecke, Sopran

Thomas Volk, Klavier

vorgetragen, die als Sänger und Musiker oder als Schauspieler tanzten und musizierten.

Benjamin Butzke

übernahm die verschiedenen Rollen von Persönlichkeiten, mit denen die Bachs konfrontiert wurden und ließ als Moderator, wie im Zeitraffer, 40 Jahre Geschichte auf das Publikum wirken.

 

Klassik populär

"Liebeslieder aus Barock und Klassik“

Die erste Veranstaltung unserer beliebten Konzertreihe war dem Thema Liebe gewidmet, natürlich wieder charmant geleitet und moderiert von Hans-Joachim Scheitzbach. Er begleitete Anne Bretschneider, Sopran am Klavier und seinen Überraschungsgast Sueye Barh, Violine, die er uns vor ca. fünf Jahren beim Weihnachtskonzert als junge Nachwuchskünstlerin vorstellte, auf dem Violoncello.

Das Motto des Nachmittags  ist eines, was die Herzen der Zuschauer besonders auch im Frühling erwärmte. Sie hörten Lieder von Bach, Krieger, Stölzel, Hammerschmidt und Brahms sowie Volkslieder.  

"Musik von Antonin Dvorák“

 In bewährter Weise wurde uns von

Hans-Joachim Scheitzbach

der böhmische Komponist 

Antonin Dvorák

und seine Musik vorgestellt.  

Zu unserem alljährlichen Hofkonzert, das im Juni leider als Hofkonzert sprichwörtlich "ins Wasser gefallen" ist und deshalb im "Treff 23" statt fand,  stand das Quintett Es-Dur op.97 des Komponisten im Mittelpunkt.

Es spielten für Sie

  • Konrad Other, Violine

  • Dorisz Batka, Violine

  • Claudia Börner, Viola

  • Manfred Glass, Viola und natürlich

  • Hans-Joachim Scheitzbach, Violoncello

"Musiker - Anwalt - Politiker : Lothar de Maizière"

Nach dem Abitur am Berlinischen Gymnasium zum Grauen Kloster studierte de Maizière von 1959 bis 1965 Viola an der Hochschule "Hanns Eisler" Berlin. Danach war er bis 1975 als Bratschist an mehreren Orchestern tätig. Wegen einer Nervenentzündung am linken Arm, die ihn bei seiner Berufsausübung behinderte, studierte er im Fernstudium von 1969 bis 1975 Rechtswissenschaften an der Humboldt- Universität Berlin. Seit 1975 ist er als Rechtsanwalt tätig. Vom 12. April bis 02. Oktober 1990 war er der erste demokratisch gewählte und zugleich lletzte Ministerpräsident der DDR.

Immer noch ist seine Lieblingsbeschäftigung jedoch das Spiel auf der Viola. Dabei erlebten wir ihn im Oktober im Streichquartett mit

  • Konrad Other, Violine
  • Claudia Börner, Violine
  • Hans- Jochim Scheitzbach, Violoncello,

der die Veranstaltung natürlich in gewohnter Weise auch moderierte, mit Werken von Haydn, Beethoven, Mozart und Schubert.

"Weihnachtliches Konzert im Kerzenschein"

Mit Werken aus Barock, Klassik und Romantik sowie weihnachtlichen Liedern stimmten Sie zwei Tage vor Weihnachten

Antje Przywara, SopranKonrad Other, ViolineProf. Alexander Vitlin, Elektroklavierunter der Leitung vonHans- Joachim Scheitzbach, Violoncello,der Sie in gewohnter Weise auch durch das Programm führte, auf das Fest des Friedens und der Liebe ein. 

 

Blickpunkt Europa

Im April 2013 wählten wir für unsere Veranstaltungsreihe wiedermal ein etwas anderes Thema.

Prof. Dr. rer. oec. habil. Heinz- Dieter Haustein i. R.

brachte uns mit seinem Vortrag das

"Erlebnis Wissenschaft in Ost und West“ - aus den Erfahrungen eines Ökonomen - nahe. Unser Gast studierte Industrieökonomik in Leningrad und wurde von seinen Lehrern dort wesentlich geprägt. Nach seiner Arbeit in der Fahrzeugelektrikindustrie der DDR begann er seine Tätigkeit an der Hochschule für Ökonomie in Berlin- Karlshorst. Von 1979 bis 1982 war am IIASA in Laxenburg bei Wien tätig. Viele Anregungen für sein Hauptarbeitsgebiet die Ökonomie von Wissenschaft, Technik und Inovation bezog er auch aus der westlichen Inovationstheorie, der er jedoch kritisch gegenüber stand. Noch viel Interessantes aus seiner vielschichtigen Tätigkeit erfuhren wir. Im Anschluss an den Vortrag bestand die Möglichkeit, ihm Ihre Fragen zu stellen.

 

Ohne Theater ins Theater

Traditionell besuchten wir in diesem Jahr im Juli wieder das Schloss Rheinsberg. Da sich die Sonntags-Matineen im Schlosstheater immer größerer Beliebtheit erfreuen, luden auch wir Sie in diesem Jahr ein, im intimen Ambiente des Rheinsberger Schlosstheaters ein junges internationales Sängerensemble zu erleben. Die jungen Opernsänger sind Preisträger des internationalen Gesangswettbewerbes der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2013, der seit über 20 Jahren jeden Sommer die Weltelite der jungen Opernsänger in Konzerten und Opernaufführungen präsentiert. Bei dieser Matinee stellten sich die Sängerinnen und Sänger aus der Aufführung der phantastischen Oper "Hoffmanns Erzählungen" von Jacques Offenbach mit Arien und Liedern aus ihrem Repertoire vor.

Rendezvous im Denkmal/ Kulturbun(d)te Ausflüge

Mit diesem Projekt konnten wir bereits weit über den Barnim hinaus Bürger für Denkmale unseres Land- und Nachbarkreises interessieren und tragen damit zu ihrer Erhaltung und Popularisierung bei.

Die Fachwerkkirche Tuchen - ein wunderschönes Denkmal der Fachwerkkunst - haben wir besonders ins Herz geschlossen.

"Is doch keene Frage nich" - Erinnerungen eines Schauspielers

In seinen Erinnerungen erzählte Hans- Georg Schwill im Januar von großen und kleinen Rollen, von der turbulenten Berliner Nachkriegszeit, von Filmsets, von großen Stars und kleinen Sternchen. Authentisch und amüsant gaben seine Erinnerungen das Leben eines Mannes wieder, der nicht nur berühmt wurde durch seine Rolle in "Berlin Alexanderplatz", sondern ein Schauspieler ist, der dem Fernsehzuschauer auch in kleinen aber feinen Rollen immer wieder begegnet - ein Berliner Jung' mit Schwung. Aktuell spielt er im Berliner Tatort den Assistenten Weber.

"Das Konzert bin ich" - Homage an Franz Liszt

Liszt war ein Universalgenie und Frauenschwarm, als Pianist bejubelt und als innovativer Komponist berühmt. Seine Konzerte waren Spektakel, in die man ging, um kollektiv schwindelig gespielt zu werden. Tatsächlich erfreute sich der Ausnahmekünstler beim Publikum so großer Beliebtheit, dass er eine Art Massenhysterie auslöste, wo immer er auftrat. Die Sopranistin Ute Beckert und ihr Pianist Andreas Wolter brachten Ihnen im Februar eine Auswahl autobiographischer Notizen, Lieder und Klavierwerke des Komponisten zu Gehör.

 

"Hab’n Se schon jehört?! - …von Nachbarn aus’m Häuschen“

Der Berliner Entertainer Donato Plögert  kennt sich bestens mit dem Thema Nachbarn aus und schreibt seit gut zehn Jahren viele Lieder, in denen er mit seiner unnachahmlichen Berliner Schnauze die verschiedensten Charaktere zum Leben erweckt und ihre teils amüsanten, teils bewegenden Geschichten erzählt. So war es für ihn höchste Zeit, dieses Programm mit den gesammelten Geschichten, Anekdoten und Schicksalen aus seinem Kiez auf die Bühne zu bringen. Sein Fazit aus einem seiner Lieder lautet daher: „Nachbarn das sind Menschen, so wie Du und ich, und so schlecht wie Du von ihnen, reden die auch über Dich“ In bewährter Weise begleitete ihn dabei im April Manuel de la Rosa auf dem Klavier.

"Weihnachtstraum"

Mit "Ave Maria", "The little Drummer Bay", "White Chrismas", "Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit" u. v. m. sorgte die Berliner Sopranistin und Pianistin

Sonja Walter

zum 3. Advent in der Fachwerkkirche Tuchen für Weihnachtsstimmung.

Die Könige brachten ihre Geschenke, Knecht Ruprecht polterte durch den Winterwald, die Weihnachtsmaus klaute Plätzchen, es wurde von weißer Weihnacht geträumt und ohne Lametta geht es einfach nicht.

 

Auch den Verein Kirche/ Mühle Beiersdorf unterstützen wir mit zwei Veranstaltungen im Jahr, eine davon im Sommer in der 

Ruine der Wehrkirche Beiersdorf.

 

ROTKÄPPCHEN & Co“

- Märchen neu interpretiert zum 150.Todestag von Jacob Grimm -

Der Hamburger Autor, Schauspieler und Ringelnatz-Preisträger  

  • Achim Amme

las bekannte und weniger bekannte Märchen der Brüder Grimm, sowie neuere Fassungen von „Rotkäppchen“, „Rumpelstilzchen“ u. a., aufgeschrieben von Autoren wie Janosch, James Thurber, Franz Hohler, Thaddäus Troll, Joachim Ringelnatz und von ihm selbst. Sie erlebten einen ungewöhnlichen, abwechslungsreichen, amüsanten Märchennachmittag mit einem Schauspieler, der die Geschichten, die er liest mit dem Einsatz von Gestik und Mimik szenisch darstellt, der lange nachwirkt. Es lohnte sich, diesen Nachmittag im März wegen der Jahreszeit im Saal des Gemeindezentrums am Sportplatz mit zu erleben.

Auch in diesem Juli wurde das Dorffest in Beiersdorf von einer jungen Band aus Berlin eröffnet.

Mit Cello, Saxophon und Gitarre ausgerüstet betritt das

Trio Tsching

die "Bühne".

Die gespielte Musik stammte sowohl aus eigener Feder der Band als auch von anderen Künstlern.

Das Trio mit

Franziska Kraft, Violoncello,

Helmut Mittermaier, Tenorsaxophon, Sopransaxophon und

Ben Aschenbach, Konzertgitarre, Jazzgitarre

erzählte musikalische Geschichten aus der ganzen Welt - und natürlich über sich selbst; von der Melancholie des argentischen Tangos, über den temperamentvollen und virtuosen Übermut des Balkan bis hin zur pulsierenden Kraft des Swing.

Der Gittarist Ben Aschenbach und Franziska Kraft überließen das Reden ünstganz Helmut Mittermaier und vertieften sich statt dessen umso mehr in ihr Spiel. Ihr Kleidermix aus stilvoll und lässig spiegelte sich auch in ihrer Musik wieder.

Sie waren von der Musik und dem Auftreten der drei Künstler ebenso begeistert wie das bisherige Publikum.

Zu einem besonderen Nachmittag luden wir und unser Partner der Förderverein Dorfkirche Prenden 1611 e. V. Sie im Juli recht herzlich dorthin ein.

"Karussell, Karussell"

Sie kamen bei Ihrem Besuch dieses Nachmittages in den Genuss der mehr als tausend Couplets, die der Feder Otto Reutters einst entsprungen sind. Mit viel Fingerspitzengefühl hat Otto Reutter bestimmte Menschen und Situationen und Gedanken genau unter die Lupe genommen, diese mit einem Hauch von Ironie, Witz und Sarkasmus versehen und in ein Versmaß gebracht.

Otto Reutters Couplets haben noch heute einen aktuellen Bezug. Das wusste der Künstler wohl schon damals: Das ganze Leben ist ein Karussell; alles kehrt wieder – Otto Reutter passt immer noch und wieder in unsere Zeit.

Der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler

Wilfried Pucher

verstand es, durch seine sympatische, natürliche Ausstrahlung und sein Feingefühl für witzige, ironische aber auch nachdenkliche und kritische Szenen zu überzeugen.

Auf dem Elektroklavier wurde er begleitet von

Roland Kühne.

Neben der musikalischen Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Förderverein Dorfkirche Prenden 1611 e. V. konnten Sie auch die Ausstellung

Dialoge

- Malerei, Grafik, Plastik, Objekt, Fotografie -

die anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Fördervereins gestaltet wurde, anschauen.

Immer noch zu wenig genutzt wird die Möglichkeit, mit dem Kleinbus nach Tuchen, Beiersdorf und Prenden zu fahren. Wir hoffen, dass es uns in diesem Jahr gelingt, den Kleinbus auszulasten, zumal wir, attraktive Programme anbieten.

Zwei

"Kulturbun(d)te Ausflüge"

brachten uns der Natur - Geschichte - Kultur in unserer unmittelbaren Umgebung näher.

 

Unser Pfingstausflug führte uns am Pfingstsonnabend ins Schloss Caputh.

Der kleine kurfürstlich- königliche Landsitz - Schloss Caputh ist der einzig erhaltene Schlossbau, der die Zeit des großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm repräsentiert. In fast allen Räumen sind die ursprünglichen Deckengestaltungen mit Gemälden und Stukaturen erhalten geblieben. Im Landgasthof Wolff - direkt am Templiner See - ruhten wir uns beim schmackhaften Mittagessen einwenig aus. Danach spazierten wir gemütlich zu unserem nächsten Ziel - der Sommer-residenz von Albert Einstein

Das Sommeridyll, in das sich Albert Einstein gern zurückzog, um Freunde zu treffen, lange Spaziergänge zu unternehmen oder einfach mal "auf die Welt zu pfeifen", wurde von dem Architekten Konrad Wachsmann entworfen. Hier hat er sich  wohlgefühlt. Hier konnten wir von unserer versierten Begleitung viel Interessantes erfahren. Mit einer Stippvisite in der Baumblütenstadt Werder beschlossen wir den Tag.

Auch der breits traditionell am 3. Oktober stattfindende Ausflug brachte uns der Geschichte - Natur - Kultur näher.

 

 

Arbeitskreis Konrad Wolf

Leider ist es uns noch immer nicht gelungen, die beiden Filme des Amateurfilmzentrums des Schichtpreßstoffwerkes Bernau

  • "Bernau zweimal im April" (1975)

  • "Dafür will ich gebraucht werden" (1983)

aufzufinden, deshalb zeigten wir im März den Dokumentarfilm

  • "Der gewöhnliche Faschismus"

des russischen Regisseurs Michail Romm. Der 1965 auf der Dokumentarfilmwoche in Leipzig uraufgeführte Film, der den Nationalsozialismus als Alltagsphänomen in seiner psychologischen Dimension zeigt und die Frage stellt, wie der ganz normale kleine Mann zum Faschisten werden kann, schlug damals wie eine Bombe ein. Der Regisseur filtert aus rund zwei Millionen Metern Material des Reichsfilmarchivs, aus Wochenschauen und Fotos einzelner Soldaten Momente, die belegen, wie sehr das nationalsozialistische Deutschland auf Massensuggestion, Auslöschen des Denkens und der Vernunft sowie auf unbedingten Gehorsam gegenüber dem "Führer" setzte. In beeindruckender Montage zeigt er die Verwandlung der zivilen Menge in eine uniformierte Gesellschaft.

Im Mai zeigten wir Ihnen den Dokumentarfilm 

"Konrad Wolf“

den die Regisseurin

Gitta Nickel

die zu den besten des Dokumentarfilm-Fachs zählt, fünf Jahre vor dem Tod Konrad Wolfs drehte. Er entstand während der Dreharbeiten zu dem Film „Mama ich lebe“ und zeichnet ein berührendes Bild des Menschen  und Künstlers Konrad Wolf. 

Die einführenden Worte wurden dankenswerter Weise wieder

Dr. Dieter Wolf  

ehemaliger Chefdramaturg der DEFA

übernommen.

 

Auch im Monat September hatten wir etwas Besonderes für Sie ausgesucht.

Schon mehrfach erfuhren wir, dass Konrad Wolf sich nicht sehr gern von Journalisten befragen ließ. Auch Heinz- Florian Oertel brauchte eine lange Zeit, um ihn als Gast bei

"Porträt per Telefon"

zu gewinnen.

Dabei erfuhren wir weitere Details aus Konrad Wolfs Leben und Wirken.

 

Freundeskreis Literatur

Zum Auftakt des Jahres diskutierten wir im Februar den ersten Roman der Autorin Rachel Jouce "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry". Rachel Jouce weiß, wie man Menschen mit Worten direkt berührt. Es ist eine Geschichte, die länger wirkt und beschäftigt als die knapp vierhundert Seiten, auf denen sie geschrieben steht.

"Die Geister schweigen" von der spanischen Schriftstellerin Care Santos war das Diskussionsthema des Abends im März. Sie ist die meist gelesene Autorin Spaniens. Mit diesem Roman gelang ihr der internationale Durchbruch. Barcelona, im prächtigen Palast ihres Großvaters macht die junge Kunsthistorikerin Violeta eine unheimliche Entdeckung.

Mit dem Roman "Ergebenst, Euer Schurik" der Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaj wandten wir uns im Mai den Erlebnissen eines russischen "Don Juan" wider Willen zu. Gutaussehend, höflich und sanftmütig ist er ein Traum von einem Mann. Alles tut er den Frauen zu Gefallen und sie lieben ihn. Alle. Warum also nein sagen? Ein Roman über die Liebe mit einem tragikomischen Helden, dem die wahre Liebe fehlt - köstlich zu lesen.

Traditionell gab es vor der Sommerpause ein besonderes Erlebnis. 

Im September besuchten wir die Ausstellung von Günter Grass "Ein weites Feld" im Paul Wunderlich Haus in Eberswalde.

Neun Monate des Jahres treffen sich die Mitglieder des Freundeskreises und manchmal auch Gäste, um über gelesene Bücher zu diskutieren. Einmal im Jahr im Oktober jedoch führen wir eine Veranstaltung für alle Literaturinteressierten durch, auch wenn sie selbst nur wenig zum Lesen kommen.

Heinrich Heine: "Nichts als ein Dichter..."

- literarisch- musikalisches Porträt eines Unbequemen -

Das

Kalliope- Team

mit

Gisela M. Gulu, Autorin Moderation

Lusako Aronga, Wort und Gesang

Armin Baptist, Komposition Klavier

präsentierte Balladen, Gedichte, Lieder und Lebenssituationen eines Mannes, den die Liebe zu Deutschland in die Fremde trieb. Bis heute haben seine Gedichte, seine scharfsinnigen Ansichten und Urteile nichts von ihrem Biss und ihrer Aktualität verloren.

Entspannt, geradezu behaglich beginnt die Geschichte, die Nicolas Shakespeare in "Sturm" erzählt. Arglos liest man von einer Beziehung, der zu ihrem Glück nichts, fast nichts fehlt. Bis einem schlagartig dämmert, worauf das alles hinaus läuft: auf eine Dreiecksgeschichte von gnadenlos existenzieller Wucht, dort am Ende der Welt, auf der Insel Tasmanien, der ehemaligen britischen Sträflingskolonie Van- Diemenz- Land südöstlich von Australien. Dieser gefühlvolle Roman regte die Besucher im November zu einer interessanten Diskussion an.

Wie in jedem Jahr trafen wir uns zum Jahresausklang bei kleinen kulinarischen Köstlichkeiten. Dazu sahen wir den sehenswerten US- amerikanischen Spielfilm "Grüne Tomaten" des Regisseurs Jon Avnet aus dem Jahr 1991.

Besondere Höhepunkte

Zum

Tag des Kulturbundes

im März konnten wir während der Mitgliederhauptversammlung auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurückblicken  und uns über die Vorhaben für 2013 informieren. Nach einer gemütlichen Plauderstunde bei Kaffee und Kuchen luden Dagmar Flemming, Harfe und Helmut Hauskeller, Panflöte mit Ihrem Konzert Schätze des Barock - Zauberhafte Keltenklänge“ ein, Sie auf zwei Reisen zu begleiten. Sie entdeckten Schätze der Barockmusik, die durch die Kombination der meditativ- heiseren Töne der Panflöte mit den zart- melodischen
Klängen der Harfe eine besondere Klangfarbe erhalten. Die zweite Reise
sollte Sie in die traditionelle Musik führen - und was für eine erholsamere
Reise könnte es geben, als die musikalische zur "Grünen Insel"?

Zum dritten Mal wurde in diesem August der

Tag der Vereine

durchgeführt und natürlich beteiligten auch wir uns dieses Mal wieder daran.

Sie fanden uns auf dem "Platz vor dem Steintor".

Bei der Powerpoint- Präsentation konnten die Besucher die Aktivitäten unseres Vereins seit dem vorigen Jahr noch einmal an sich vorüberziehen lassen oder zum ersten Mal kennenlernen. Auch die Fotos gaben einen Einblick in unser Vereinsleben.

Bei der Präsentation sahen Sie, was Sie bei unseren 8 Veranstaltungsreihen und den nicht projektbezogenen Höhepunkten erleben können und vielleicht besuchen Sie in der Zukunft die eine oder andere Veranstaltung, eventuell auch mit Ihren Freunden.

Weltfriedenstag 01. September

Wie seit vielen Jahren wollten wir auch diese Mal am Tag des Beginns des 2. Weltkrieges mahnen, diese schrecklichen Jahre nicht zu vergessen und der Opfer der heutigen Kriege zu gedenken.

Wir wollten jedoch - besonders bei den derzeitigen Agressionen aufrufen, sich gegen alle Kriege und ein weiteres Blutvergießen sowie gegen rechte Gewalt zu wenden.

In seinem Programm

"Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen“  

sprach der Schauspieler

Wilfried Pucher

Texte zum Frieden, die durch kleine Musikstücke aufgelockert wurden. 

Bereits seit fünf Jahrhunderten wandten sich deutsche Dichter wie Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, Paul Gerhardt, Matthias Claudius, Gotthold Ephraim Lessing, Johann Wolgang von Goethe, Friedrich Schiller, Bertolt Brecht, Erich Fried und Heiner Müller gegen den Krieg.

Sie bekundeten mit Ihrer Teilnahme, dass auch Sie an der Erhaltung des Friedens und einem toleranten Zusammenleben mitwirken wollen.

Die Anlieger des Kulturhofes in der Breitscheidstraße und andere Kulturträger der Stadt laden schon seit 14 Jahren alle Lesehungrigen bei der

Lesewoche (bis 2010 Lesenacht)

im November zu einer Woche randvoll mit literarischen Höhepunkten ein. In ihrem Rahmen, die in diesem Jahr undter dem Motto "Die Geister, die ich rief..." stand, hieß unser Beitrag "Das Gespenst von Canterville".

Es ist eine amüsante Geschichte von einem selbstbewußten englischen Schloss-gespenst, das durch die respektlose Behandlung, die es durch die neuen Bewohner des Schlosses, eine amerikanische Diplomatenfamilie, erfährt, in Verzweiflung gesetzt wird, ist doch seine mehrhundertjährige Spukerei gefährdet. Aber schließlich wird es durch das Mitleid der jungen Tochter der Familie erlöst und findet seine Ruhe. Diese Mischung aus romantischem Märchen und witziger Satire auf den englischen Spiritismus von Oscar Wilde trug Ihnen in unnachahmlicher Art und Weise die Schauspielerin Susan Muhlack vor, die musikalisch am Cello begleitet wurde von Thomas Böhm- Christl.

Die Veranstaltungen sind öffentlich und finden im "Treff 23" Breitscheidstr. 41 a/ Kulturhof 16321 Bernau statt (außer Kulturbun(d)ter Ausflug, Rendezvous im Denkmal, Exkursionen "Hin zur Geschichte und Kultur", Ohne Theater ins Theater). Weitere Informationen finden Sie unter Veranstaltungen und auf unserer Serviceseite.  

 

 

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